ABSCHIEBUNG

OUT OF TRAISKIRCHEN:
Most respectfully we would like to share our problems with you people!

This letter was written by several persons living in the camp in traiskirchen it was given to anti racist radicals who meet biweekly in vienna and are in regular contact with some of them the next was exchanged after a discussion on the conditions our friends find themselves in “the police officers are between 20 and 25 years  and they are very hot blooded-they do not behave good towards us”
Most of the people who are asylum seekers in austria and living in traiskirchen camp have left their finger prints in Greece and Hungary.
So first of all Greece, you all know the situation in Greece – there is a lot of Mafia in Greece and life is not save. Like in our own country, in Afghanistan. In Greece we get a paper and are left on our ownselves – you can do whatever you want to do. We werre sleeping in the parks without any shelter and esting the same food that they give to drug users. We were in the park when a group of people came and started to attacking us with hockey sticks and knives. They burned our mosque in Greece they hat refugees. There are a lot of refugees without documents there.
The guys in the camp in traiskirchen are ready to kill themselves, but not to go back to Greece or Hungary.
And the austrian law is too difficult nowadays, you must concentrate on this: they are going against their own law! There is a law that says, if somebody has been living in the camp for six months, they are not allwed to deport you, they must give you a “white card”. But there is one guy in front of us, who was in the camp for 8 months, then he was transfered to the closed camp, which is a waiting camp and from there he was deported to Greece. Most of us have been here now for 4 or 5 months, but at least for 3 months. But again, keeping us waiting here, means that they are waisting our time and will finally deport us!WHY?
You people must come to the camp and see the situation. Here, we are like prisoners, we are not suppposed to go out of Baden. It is too difficult, we will all get crazy here!
And Hungary is a poor country, they cannot even feed themselves, how can they feed refugees? The camps in Hungary are too dirty, we had no insurance papers in Hungary, most of us had different diseases like the HBS mind problems and others.
There is one family, a husband, his wife and two children. They have all let their finger prints in Hungary and have appealed against their deportation to Afghanistan. Their lifes are in danger in Afghanistan, but again they are ready to go back to Afghanisatn but hey are not ready to go back to Hungary! The camps in Hungary are too dirty, full of diseases and there are a lot of thieves – my own 1000 Euros were robbed in Hungary and I could not do anything.
In Greece the police is so much nonsense! They beat the people a lot. They beat the refugees, they have no sympathy for them. In Greece we always had demonstrations and in Hungary too. Th policemen are between 20 and 25 yers an they are very hot blooded – they do not behave good towards us.
I have my cousin here in Austria. I do not want to go anywhere and my cousin is closer to me than my sister. But again they want to deport me to Greece or Hungary.
At last we would like to say : no border, no nation! Stop deportation!
You people must help us – we are waiting for you to do something! You must take our voices to the public – the media and newspapers. We are very thankful if you could do this.
Yours sincerely
All the people of the Traiskirchen camp

schmetterling

Der Standard:
Immer wieder interessante und aktuelle Artikel
zum Thema: Integration/Asyl

schmetterling

Profil Bericht (profil 25 - 21. Juni 2010)

„Geistig bin ich schon tot“
Migration. Die Polizei schob zwei Spieler des Migranten-Fußballvereins „FC Sans Papiers“ ab.
Vincent und Cletus landeten in den Slums von Lagos. profil sprach mit ihnen.

schmetterling

Ein Bericht über Abschiebungen aus der Schweiz!

schmetterling

Nigerian gay footballer deported by Austria has gone underground;
Austrian police charge his counsellor with 'promoting an illegal stay'

schmetterling

ABSCHIEBUNG IST NICHT NUR EIN WORT !

Am 1. Mai 1999 wurde Markus Omofuma bei seiner Abschiebung in einem Linienflugzeug vor Zeugen mit Klebebändern und Fesselung erstickt und ist gestorben.
Daraufhin wurden Abschiebungen neu organisiert! Es hat sich ein Unternehmen Namens Frontex mit Sitz in New York nicht nur als Headquarter für Abschiebungen sondern auch als Grenzschutz der „Festung Europa“ formiert. Die Europäische Union hat ein Abkommen mit Frontex geschlossen und seitdem werden Flüchtlinge mit einem von dieser Organisation bereitgestellten Flugzeug ausser Landes gebracht. Wien ist der bevorzugte Ausgangsflughafen geworden weil von hier aus die Flüge am besten organisiert werden. Vorwiegend wird nach Nigeria und Gambia abgeschoben, die Abschiebung mit tödlichem Ausgang von Markus Omofuma und die schweren Misshandlungen durch die Polizei wurden medial dokumentiert und von den Vorfällen berichtet. Juli 2009 hat Aussenminister Spindelegger dem Aussenminister Nigeria´s geschrieben dass bei weiterer Verzögerung der Ausstellung von Heimreiszertifikaten die bilateralen Beziehungen zwischen Nigeria und Österreich gestört werden. Die bilateralen Beziehungen mit Nigeria basieren auf wirtschaftlichen Abkommen und Zusammenarbeit der Konsulate laut Auskunft des zuständigen Referenten im Aussenministerium für Nigeria. In Nigeria haben sich folgende Wirtschftsunternehmen etabliert : Strabag und Vamed mit eigenem Personal aus Österreich.

Der damalige Botschafter wurde abberufen und nun werden Abschiebungen nach Nigeria alle zwei bis drei Wochen am Dienstag Abend oder Donnerstag Früh durchgeführt. Teilweise werden Flüchtlinge von anderen EU Ländern nach Österreich gebracht um abschoben zu werden. Oder es gibt einen Zwischenstopp in Athen um von dort Flüchtlinge aufzunehmen und nach Lagos zu fliegen.
Flüchtlinge mit Langzeit Aufenthalt werden in die Fremdenpolizei geladen und Angehörigen der nigerianischen Botschaft vorgeführt darauf folgt dann in vielen Fällen das Heimreisezertifikat oder auch nicht ! Trotzdem ob mit oder ohne werden Flüchtlinge nach Nigeria und Gambia geflogen.

Das bedeutet nun dass die Abgeschobenen alleine in einem Flugzeug sind und mit Polizeibegleitung derzeit nach Nigeria und Gambia geflogen werden. Meistens wird in den vergangenen Jahren alle 2 bis 3 Wochen von Wien aus geflogen mit Zwischenstopp auf dem Flug nach Nigeria in einem anderen europäischen Land um Menschen aufzunehmen. Begleitet als Beobachter werden die Abschiebeflüge von  einem Mitarbeiter des Vereines Menschenrechte Österreich, dieser berichtet dem BMI das die Abschiebung  ohne Komplikationen verlaufen ist. Wie in einem Artikel auf Standard online zu lesen war.
Der letzte der sich noch auf dem Flugplatz gegen die Abschiebung gewehrt hat und von dem wir wissen, er ist noch am Leben war Bakary. Er hat schwer verletzt überlebt nachdem er in einer leeren Garage von Polizisten geschlagen wurde ! Sie haben entsprechend ihrem Befehl gehandelt, dass Menschen Männer/Frauen und Kinder in ihr Ursprungsland zurückgebracht werden sollen !

Alle diese bekannten Details und Informationen haben eine weitere Verschärfung der Abschiebepraxis nach sich gezogen. Es ist gleichgültig in welcher körperlichen und psychischen Verfassung ein Mensch ist, sobald seine Abschiebung beschlossen ist, sein Akt abgeschlossen, wird er auch gegen seinen Willen ins Flugzeug gebracht. Ein Mann aus Gambia Marena Sam hat sich mit einem Hartplastik Stück Schnittwunden zugefügt! Unter einigen anderen eine tiefe Wunde am Hals, der Flughafenarzt beim Zwischenstopp in Belgien hat diagnostiziert, dass diese Wunde genäht werden muß und alle anderen ärztlich zu versorgen sind. Wunden die er sich in seiner Verzweiflung selbst zugefügt hat weil er Frau und Kind und sein Leben zurücklassen musste ! Der Arzt in Brüssel hat festgestellt dass Sam aufgrund seiner Verletzungen fluguntauglich ist! aufgrund seiner Verletzungen fluguntauglich ist. Er wurde wieder nach Wien gebracht und kam in Schubhaft !

Darüber hinaus wird auch während des Aufenthaltes in der Schubhaft immer mehr unternommen um die Inhaftierten von der Öffentlichkeit und Kontakten abzuschirmen. Sobald ein Abschiebetermin feststeht werden alle Kontrollen überall verschärft, in UBahn Stationen, auf der Strasse, vor von Nigerianern besuchten Kirchen und neuerdings auch vor Supermärkten. Es geht dann sehr schnell: an einem Tag kontrolliert in Schubhaft gebracht und am nächsten Tag im Flugzeug!  Meistens maximal 40 Flüchtlinge zusammen mit 200 Polizisten, die sie begleiten und wie schon erwähnt einem Bobachter des Vereines der Menschenrechte Österreich!

Am Abend vor der Abschiebung kommt noch der Besuch einer Kommission, die überzeugen sollen, dass die Ausreise freiwillig erfolgt. Diese Kommission, welche  die „Abschiebungsvorbereitungsgespräche“ durchführt setzt sich zusammen großteils aus Mitarbeitern Verein Menschenrechte Österreich und Beamten des BM I ! Unterschreibt jemand nicht freiwillig übernimmt das ein anwesender Beamter:“so ist die freiwillige Ausreise auch unterschrieben!“

Sunday, George, Smarts, Ari Louis, Vincent und Cletus alle Mitglieder von Schmetterling wurden seit der Verschärfung in den Abschiebeflugzeugen unfreiwillig nach Nigeria gebracht! Sie stehen stellvertretend für alle Namenlosen !


DEPORTATION IS NOT JUST A WORD

On the 1st of may 1999 Markus Omofuma was killed during his deportation in a public plane on the way to Nigeria infront of witnesses. His mouth was covered with tapes and he was bounded on the chair by the ploice men escorting him  so his breath was taken away and he died.
Then nigerians went for demonstration becauseof his death and after this 120 nigerian  men participatating this demonstration was caught from the police. They were spoken guilty to sell drugs and put into jail from 3 to 10 years in the prison.
Then deporations were rreorganized. The european union signed a contract with a company called “Frontex”, the headquarter isin New York. Frontex is taking ccare now to protect the border to Europe and watch the middle sea with helicopter and fast ships. Boats full with refuges from Marokko or Liberia are shooting from the frontex people or forced to go back to the afrika continent. Many human beings die in the sea on their way to Europe, 1 % of the worldwide refuges arrive in Europe.
Since people who are decided  to be deported from the european governments and police are alone now in the plane with police. They are forced to leave the country in a plane provided in cooperation with frontex.
Only a spectator from the organisation “humanrights austria” is present in the plane and the report to the interior ministry in austria from these people is: “the deportations are going on without any problems “! So it was written in the standard newspaper also thed most deportations are done from vienna because from here everything is well organized.
Nigeria and Gambia are the countries where people are deported to !
The death from Markus Omofuma was reported about in the TV and in the Newspapers. Aswell about the maltrating of Bakary, a man from Gambia. In 2000 he should be deported in a normal plane with other passengers. He refused to enter the plane so the police brought him to an empty hall and beat him almost to death injured him seriously. His Foto was shown in the TV and Newspapers after he had to stay in the deportation camp for some time and thank God he survived. Later he left Austria because he was unable to forget what the austrian police men did to him.  
In July 2009 the foreign minister Spindelegger wrote a letter to the Nigerian minister for foreign affairs complaining that the traveller certificates signed from the ambassador in Vienna are missing. It is a european law that people can only be deported when the home country is identifying the person as a citizen of the country and welcome to go back in signing the traveller certificat. If there will not be a change to be signed more traveller certificates there will be a disturbance in the bilateral agreements between Austria and Nigeria. The bilateral agreements are caused in economic conections and handling together of the consular departments, so the refernet for Nigeria was saying in the foreign ministry. The embassador for Nigeria in Vienna was called back to Nigeria and lost his authority.
The insider information is that the companies Strabag and Vamed are settled in Nigeria so this is the economic relation.
Now since some time deportations to Nigeria are usual every Tuesday evening or Thursday morning every two till three weeks. About 20 to 30 refuges are in theplane with about 200 police men. Some of the refuges are from Austria others are transferd from another european country to Vienna or the plane is stopping in Greece to take about ten refuges escorted from the Greece police.
Refuges some of them are staying and living here for many years are invited to the foreign police office there they meet members of the nigerian embassy. They are asked if they come from nigeria and after that the traveller certificate will be decided to signed or not. But also without this document which is necessary to be deported people have to enter the plane with destinaion Lagos/Nigeria!
The police men are getting their orders from the interior ministry and from the foreign police to control in the street in the public or to enter privat homes. Also to take children from kindergarden or school to bring them to deportation jail and finally to deport them. Men, women and children are taken away from austria by this way! The police is doing what they are told from the officials!
It does not matter in which condition the people are sick or not sick everybody has to enter the plane and find himself back in the country they run away from. If the court decided to finish an asylum case the next step is automatically to be caught and deported.
One man from Gambia his Name is Sam injured himself with a peaceof plastic. He cut his body because of desperation to have to leave his wife and his child and the country he feel at home. He had to enterthe plane in Vienna to Gambia but in Brussels in Belgium a doctor saw him and ordered to bring him back to Vienna. His wound on the neck was so deep and had to be treated from a doctor, this doctor decided it is not possible that he can fly to Gambia!
He was jailed again in the deportation prison for four months then he was released untill they will take him back again for the deportation!
Another man Charles tried to hang himself in the deportation jail and was saved. The next time he swallowed the contence of a battery and was vomitting blood. He was taken from the airportto the hospital and later released. So he could go back to his family, his pregnant wife and his four years old daughter. But every day and moment  he can be taken again and in the worst case he will be sucessful to kill himslef in the deportation jail or on his way to Nigeria!
Many in the deportation camp are in hungerstrike, injure theirselves or even kill themselves, only from some we know and the information is coming to us.
The people in the deportation jail, who are choosen already to be deported are jailed in a single room in the cellar. They are not allowed to have any contact or can call somebody. The only people they see is police and the only they hear is that they should sign a paper that they leave with their own willing. If they refuse then it can be like it happened that a police man is signing instead of them ! Also when the commission from the human rights austria is coming on the day before the planned deportation and try to convince them of they should be ready to be deported they refuse  the next day they have to enter the plane!
From Greece refuges are brought to the plane in chains connecting their hands and legs and some of them were beated from the police already. And it can be that the violence against the refuges continues in the plane during the long journey to Nigeria !

schmetterling

VINCENT

Ich kam im April 2004 nach Österreich meine Mutter hatte alles verkauft um mir die reise zu ermöglichen. Ich war in Lebensgefahr in Nigeria, weil die Brüder meines Vaters, welchen sie schon vergiftet hatten auch mich ermorden wollten.

Ich suchte um Asyl an und war auch im Asylverfahren bis im Oktober 2008 das zweite Negativ vom Asylgerichtshof ausgesprochen wurde. Dann wurde ich zur Fremdenpolizei vorgeladen und mein Referent hat mir ein Papier gegeben auf welchem stand, dass ich wegen meiner Rückkehr nach Nigeria zum Verein Menschenrecht Österreich oder zur Caritas gehen sollte. Wie sollte ich nach Nigeria zurück wenn dort mein Tod auf mich watete.

Im Februar 2009 wurde ich von der Polizei in Schubhaft gebracht und kam frei weil mir das gelinderte Mittel aufgrund der Intervention meiner Rechtsberatung zuerkannt wurde. Ich ging jeden Tag zur Polizei und holte mir meinen Stempel, dass ich anwesend bin. Jeden Tag hatte ich Angst dass ich wieder in Schubhaft genommen werde.
So war es auch im Juli 2009 sagte mir der Polizist :“heute bleibst du bei uns!“ Ich wurde in die Schubhaft Hernalser Gürtel gebracht und am nächsten Tag in die Rossauerlände. Ich wurde aus meiner Zelle geholt in einem Raum in dem viele Personen in Privatkleidung waren und mit jedem einzelnen von uns in Schubhaft sprachen. Sie sagten mir:“ dass ich Vorteile haben könnte, wenn ich freiwillig meiner Ausreise zustimme!“ Ich antwortete ihnen:“ ich kann nicht nach Nigeria zurück, weil ich schon in meinem Asylantrag gesagt habe, dass mich die Brüder meines Vater´s umbringen wollen!“ darauf sagten sie:“ ich fliege so oder so weil mein Pass aufliegt und auch schon  mein Ticket mit meinem Namen ausgestellt ist!“

Ich wurde wieder in eine Einzelzelle gebracht und weil ich wusste, dass ich mitfliegen musste wollte ich mich umbringen. Ich habe von dem Waschbecken das Gestänge entfernt und den Spiegel kaputt gemacht. Mit der Glasscherbe habe ich mir den linken Unterarm aufgeschlitzt, ich wollte weiter schneiden aber Polizisten kamen herein und haben mir die Glasscherbe weggenommen!

Dann konnte ich meinen Rechtsvertreter sehen und ich habe auf einen Zettel geschrieben, dass ich einen Asylantrag stellen will ! Diesen habe ich dem Polizisten gegeben,- am nächsten Tag wurde ich freigelassen!
Kurz darauf wurde ich nach Traiskirchen geladen und dort einvernommen, ich bekam die weiße Asylkarte und war wieder Asylwerber im Verfahren. Bis zum zweiten Negativ und der Ablehnung meiner Berufung im März 2010 !
Es ging mir immer schlechter weil die Angst immer da war, dass ich nach Nigeria zurück muß! Ich träumte immer wieder von meinem Vater sah ihn tot und von meinen Onkeln, die mir immer sagten:“wir warten auf dich!“ Deshalb ging ich zum Psychiater und bekam Medikamente, die mir halfen ohne Alpträume zu schlafen.
Ich habe auch einen Aufnahmetest in deutscher Sprache gemacht für einen Berufseinstiegskurs. Diesen habe ich auch bestanden aber das AMS konnte mir keine Bewilligung zum Kursbesuch geben weil ich als Asylwerber keine bekommen kann!

Das einzige was mir geblieben war und mir noch Freude machte vergessen ließ war Fussball. Deshalb ging ich auch regelmäßig zum Training und freute mich auf jedes Match. Bis die Polizei am Donnerstag den 29. April kam und mich in Handschellen in die Schubhaft brachte.

Ich bin innerlich schon tot und lebe nur noch weil mein Körper noch nicht zu leben aufgehört hat. Jetzt bin ich wieder dort wo jede Sekunde meine letzte sein kann. Ich denke viel an Wien und meine Freunde an alle die mich kennen und hoffe dass mich niemand vergisst !

schmetterling

CLETUS

Ich kam im August 2002 nach Wien und suchte um Asyl an. Zunächst wohnte ich im Heim Karibu im 17. Bezirk.
Dieses Heim musste ich jedoch als ich 18 Jahre war verlassen und wusste nicht wohin so wie andere auch. Ich fand eine Schlafmöglichkeit im Haus von Vera und musste selbst für Essen und Miete sorgen. Ich half in der Werkstatt eines Autohändlers und verkaufte Zeitungen.
Ich wartete auf die Ladung zu einer Vernehmung, diese kam jedoch nicht sondern 2006 die negative Entscheidung meines Asyl Antrages vom Bundes Asyl Amt. Ich ging zu vielen Rechtsberatungen und ersuchte um Unterstützung und alle taten ihr Bestes meine Berufung  einzubringen. Es kam keine Antwort bis ich 2007 in Schubhaft am Hernalser Gürtel kam. Dort war ich fünf Monate und stellte einen neuen Asyl Antrag, dieser wurde abgelehnt mit der Begründung, dass schon mein erster Antrag negativ entschieden worden war.
Nach meiner Freilassung hatte ich ständig Angst nach Nigeria abgeschoben zu werden und fuhr in die Schweiz ! Dort stellte ich wieder einen Asyl Antrag!

Nach einigen Monaten wurde mir vom Asyl Büro mitgeteilt, dass ich ausreisen sollte sonst würde ich nach Nigeria abgeschoben.
Als ich 2008 nach Österreich zurückkam wurde ich wieder in Eisenstadt in Schubhaft gebracht, dort blieb ich 3 Wochen bis ich wieder frei gelassen wurde.

In all diesen Jahren war ich der festen Überzeugung und hofft mit Fussball die Chance zu bekommen in Österreich aufgenommen zu werden. Ich fühlte mich als integriert und hatte viele Kontakte zu Trainern, Spielern und Fussballvereinen. Manche Trainer oder Funktionäre die mich spielen sahen sagten:“du bist gut, aber wir können dich nicht bei uns im Verein aufnehmen, weil du kein Visum oder eine Aufenthaltsbewilligung hast!“ Aber nicht nur mir geht es so viele die zugewandert sind haben das gleiche Schicksal wie ich. Wir können unser Talent und Fähigkeiten in Österreich nicht wirklich zeigen. In andren europäischen Ländern ist das nicht so dort sind alle willkommen die Talent haben und fähig sind sportliche Leistungen zu bringen. Sie werden in die sportliche Gemeinschaft aufgenommen und bringen dem Land in dem sie leben Erfolge und Ruhm. 

In Österreich werden Flüchtlinge kriminalisiert und als Lügner hingestellt, wir bleiben unerwünscht und man will uns nur loswerden. Wenn Arnold Schwarzenegger als Österreicher Gouverneur sein kann und so zeigen kann, dass er fähig ist. Warum können wir nicht auch hier frei leben und zeigen was wir können, beitragen können für das Land und dann  sagen, dass Österreich ein gutes Land ist.

Ich habe in Nigeria ständig in Angst gelebt, dass ich eingesperrt oder sogar getötet werde nun habe ich wieder diese Angst weil ich zurück musste. Bis zum Schluß habe ich nur um eines gebeten um meine Freiheit, meine Sicherheit, meine Identität nicht verstecken zu müssen und um Unterstützung der Österreicher.

Ich habe mich auch bei der international universty für einen Aufnahmetest angemeldet, der im Juni sein wird, nun kann ich diesen nicht ablegen weil ich abgeschoben wurde. Ich wollte Internationale Beziehungen studieren und Akademiker werden nun kann ich das nicht mehr.

Meine Botschaft zum Schluß:
God save us all  from the hands of the world politics!

schmetterling

Abgeschobene Schmetterlinge nach Nigeria:


Sunday:
er hat für uns Fussball gespielt aber nicht nur dass, er hat soweit es ihm möglich war Deutschkurse besucht du sich mit Gelegenheitsarbeiten selbst ernährt! Insgesamt war er bis zu seiner Abschiebung dreimal in Schubhaft beim letzen Mal zweieinhalb Wochen in Hungerstreik !


George:
Hat seine Fähigkeiten als Kamera und Videomann hier verwirklichen können und auch für uns sowohl als auch für OKTO TV Videos gedreht. Er hat sich selbst ein Video Equipment erarbeitet von dem  Geld welches er für seine Aufträge die er erfüllte erhalten hat. Diese Ausrüstung musste er zurücklassen sowie auch seine Fähigkeiten, weil jetzt lebt er mit Nichts und ist froh Essen dass er sich erbettelt zu bekommen.


Smarts:
Er ist ein begnadeter Gitarrist und Sänger der hier bei einigen Auftritten das Publikum begeisterte  wie auch bei den Afrika Tagen 2008 auch selbst eine CD produziert. Das alles nützt ihm nichts mehr, er lebt von Nichts und auf der Strasse in Nigeria!


Ari Louis:
Er war unser bester Tischtennis Spieler und hätte sicher auch bei nationalen Turnieren gewonnen. Zusätzlich hat er unsere Tischtennis Turniere beim Flüchtlingsfest souverän geleitet und koordiniert! Nur als Flüchtlinge gab ihm kein Verein die Chance beizutreten also haben wir einen ausgezeichneten Tischtennis Spieler verloren. Auch er lebt heute in den Slums von Lagos und lebt von Almosen!
Vincent und Cletus werde ich nach dem Verlesen eines Textes, den ich von Mag. Cakl Organisation SOS aus Linz erhalten habe zur Person von Mark ebenfalls am 4. Mai nach Nigeria abgeschoben!


The persons who were deported
(schmetterling 2009 and 2010)

Sunday:
He was playing football for the team Schmetterling but not only this. He was doing german education and was working from time to time to sttel his daily life. Before he was finally deported on the 21st of january 2010 he was taken to deportation jail three times. When he was deported this time he was on hungersrike and was fainting in the jail with no medical treatment!

George:
He Was talented in doing videos and taking with a camera. He was also working for a private TV station and was ordered for several parties and events to video and put it to DVD. So he was able to get his own equipment what he has to leave here when he wasdeprted on the 21st of january 2010. He also left his talents hre because in Nigeria where he has to stay now he has no chance anymore to do all this. He is suffering and hiding and fighting for everydayfood and a place where he can stay till the next morning.  Because of all the stress he was facing in the deportation jail for six months he became sick mentally, he was under treatment from a psychiatric doctor gor his medicaments  and the deportation did not heal him.

Smarts:
He was a special gifted musican playing his guitar and enjoyed the crowd with his music espacially the roots music and high life from Nigeria. He was engaged to perform from Austrians and Nigerians aswell. He was entertaining people at party´s and concerts like on the stage of the Afrika Tage. He was producing his own CD and now he is in the streets of Lagos fighting to survive somehow ! We all lost a big talent and a special artist !


Ari Louis:
He was a well playing table tennis player especially gifted and won the tournament at the Flüchrlingsfest two times! Only that he could not get any chance to play and train in a club in Vienna because a refuge is not welcome! So he never get the chance to play for Vienna/Austria and make them to become winners! Now he is in the Gheto in the 12 Million City of Lagos and lives in he street since he was deported through the Austrian Authorities.

Vincent and Cletus will be also introduced deported on the 4th of May 2010!

schmetterling

BERICHT EINES ABGESCHOBENEN!

Ich heiße Emmanuel und wurde am 15.Juli 2009 abgeschoben:

Ich wurde am 14. Juli Nachmittags aus unserer gemeinsamen Wohnung von drei Polizisten abgeholt und in die Schubhaft Rossauerlände gebracht. Dort hat mir ein Mann in Zivil gesagt, dass mein „asyl finished „ ist und ich morgen abgeschoben werde. Ich soll ein Papier unterschreiben, dass ich freiwillig ausreise, das habe ich nicht getan und gebeten mit meiner Freundin telefonieren zu dürfen, das wurde mir nicht erlaubt. Auch meinen Rechtsberater durfte ich nicht anrufen.
Später am Abend wurde ich aus der Zelle geholt und in den Besucherraum gebracht. Dort waren viele Menschen auch andere Nigerianer und einige Polizisten in Uniform.. Wir mussten uns an einen Tisch setzen und die Österreicher stellten sich vor als Menschenrechtsverein und wieder legten sie uns das Papier vor zum Unterschreiben. Auch dieses Mal habe ich  es nicht unterschrieben! So wie andere auch nicht!


Dann wurde ich wieder in meine Zelle, die von außen versperrt wurde  zurückgebracht! Zeitig in der Früh es war noch dunkel kamen Polizisten in die Zelle und sagten:“aufstehen wir fahren zum Flughafen !“ Ich musste mit  in ein Zimmer gehen und mich nackt ausziehen, ein Polizist sagte:“ das ist wegen Kontrolle!“ Dann durfte ich was ich am Leib hatte wieder anziehen!


Ich ging mit ihnen in den Hof und musste in einen großen Polizei Bus einsteigen. Es waren einige Abteile durch Türen voneinander getrennt immer für eine oder 2 bis 3 Menschen, sie waren fensterlos und ich konnte nicht sehen was draußen passiert.


Ich hörte draußen Schreie! Ein Mann schrie:“ i am not going ! Even if you kill me!“ Dann hörte ich das Geräusch von Schlägen und auch österreichische böse Worte! Dann fuhr der Bus los, nach ungefähr einer halben Stunde blieb der Bus stehen. Die Tür wurde geöffnet und ich sah, dass wir auf dem Fracht Flughafen waren, habe das Schild Cargo gesehen.


Ich musste zusammen mit anderen, die in den Bussen waren wir waren ungefähr 20 in eine Lagerhalle gehen. Hier gab es auch ein Telefon jedoch war es nur möglich ins Ausland zu telefonieren nicht nach Österreich!


Ich habe den Mann wieder schreien gehört von vorher und ihn auch gesehen:“sein Gesicht war blutig geschlagen und dunkel verfärbt!“ Er hat immer wieder gesagt:“you cannot deport me! I will die if i go back to Nigeria! Why do you want to kill me! Then better kill me now!” Er bekam Handschellen und wurde mit Gewalt ins Flugzeug gebracht.
Ich sah viele Menschen in Zivil nur auf ihrer Jacke stand klein Polizei. Nie zuvor hatte ich so viele Polizisten auf einmal gesehen, nun bekamen wir  50 € und auch etwas zu essen und zu trinken. Wir gingen jeder von uns immer zusammen mit zwei Polizisten die Treppen ins Flugzeug hinauf. Neben jedem von uns saßen rechts und links immer ein Polizist, aber auch andere waren im Flugzeug ungefähr dreimal so viele Polizisten wie wir 20 die mitfliegen mussten.
Ich spürte einen Stich im Herz, so musste ich Österreich unfreiwillig verlassen. Das Land in dem ich seit 2003 gelebt  habe und meine Freundin bleibt alleine zurück und viele Freunde und Bekannte kann ich nun nicht mehr sehen!


Wir flogen von Österreich nach Griechenland und dort kamen Nigerianer mit Ketten an Händen und Füssen ins Flugzeug auch zusammen mit Polizisten in Uniform! Ich dachte:“das ist wie in der Sklaven Zeit ! Schwarze Menschen in Ketten!“


Während dem Flug haben manche geredet und gesagt:“Wie unfair es ist dass sie abgeschoben werden!“ Die Polizisten antworteten sehr laut:“ Ruhe sonst bekommen alle Handschellen!“ Einige waren trotzdem nicht still und sie bekamen welche auch der Mann, der schon geschlagen worden war begann wieder laut zu schreien. Die Polizisten schlugen ihn wieder und fesselten ihn mit Seilen an den Sitz. Die Nigerianer in seiner Nähe begannen mit ihm zu reden, dass er sich beruhigen soll, sonst würde er noch umgebracht und niemand würde etwas davon erfahren!


Wir wussten alle, dass wir ohne Schutz und Menschenrechte waren. Jeder von uns war in Gefahr das Flugzeug nicht lebend zu verlassen. Es war ein Mann vom Verein der Menschenrecht im Flugzeug aber er hat nichts gesagt. Wir waren in den Händen der Polizei, die uns auch zur Toilette begleitete und vor der offenen Tür stehen blieb! Damit sich keiner von uns umbringt so wie es schon bei anderen Abschiebungen vorgekommen ist, das haben wir alle gewusst! Auch dass schon tote Nigerianer in Lagos gelandet sind, gestorben während der Abschiebung!
Als wir in Lagos landeten kamen nigerianische Polizisten ins Flugzeug und die Österreicher übergaben eine Liste. Dann verlangten die nigerianischen Polizisten von uns Geld sonst würden sie uns verhaften. Alle gaben ihnen was sie an Geld bei sich hatten auch ich gab ihnen die 50 €, das war alles was ich hatte!

schmetterling

WARE MENSCH


Goods Human beings

Once long ago Austria was a country for immigration. Refuges were welcome this is past and not the reality today. Today refuges are disturbance a good with date of expirey, which must be taken  away through deportation.
The white asylum card which they get aslong as long their asyl is working can be taken away from them through the police anytime. And it happens like this if  Nigerians and Gambians are controlled, then they were told.”your asylum is finished” and they find themselves in the deportation jail.
But with or without the white card their personal freedom is taken away from them because every day and any time they can be taken from the police and then they will be deported like also Tschetschenisch and Kosovo People in these days. They are also the ones who will be permanently controlled from the police in the public or they go and enter their houses and privacy.
The right to stay after staying in the country for more than five years is just a joke! Because it is impossible for a asylumseeker to fulfill the rules they have to. For example they are asked to prove a regulary income and proove the work contract with acompany. But an asylumseeker is not allowed to do any officially work or can be employed from a company.
So it is the only solution and challenge for them to be waiting untill they are taken and deported one day ! And each day can be the last one they can live their everyday life being together with their friends, mates, Wifes or husbands and their children.
Nevertheless they don´t give up hope that one day people will accept them as human beings who are living here since and follow and are used to the system and belong to the society since. They love the country austria where they are living since and spend their live with the people in thier environment. But nevertheless from one to the next day they are deported like a good and luggage are brought out of the country and the place they feel at home already.
They find themselves back in a country they don´t know anybody and are not used of the system anymore since they left it years ago.
So at least they are forced to loose thier privacy and home country how they feel it and they die a psychical and physical death find theirselves in the darkness and we are responsible for this !

 

schmetterling

schmetterling

So lebte Vincent, am 4. Mai abgeschoben in Wien!

   

Am Donnerstag begannen wir mit dem Training auf der Marswiese wie immer. Plötzlich waren wir von mehr als 50 vielleicht 70/80 Polizisten umringt. Sie umkreisten uns und einer hatte eine Kamera und filmte, sie trugen verschiedene Uniformen. Einer hatte die Kopien der Spielerpässe in der Hand und verlas die Namen, die darauf standen. Dann mussten wir alle in die Kabine gehen uns anziehen, einige waten bei uns andere standen vor der Tür. Sie nahmen fünf von uns im Polizei Bus mit, drei wurden freundlicherweise frei gelassen wie ich später erfahren habe.
Vincent und ich mussten bleiben und kamen in Einzelzellen am Hernalsergürtel. Später nach einigen Stunden kamen wieder Polizisten und sagten ich soll mitkommen. Vincent habe ich nicht gesehen nur Polizisten, sie befahlen mir in den Hof zu gehen und in einen Bus zu steigen. Dann fuhren wir durch das Tor und der Bus blieb stehen. Ich war alleine und hörte viel Lärm und Geschrei von Menschen, wusste nicht was los war. Ich bekam Angst weil ich in dem Auto eingesperrt war, dort blieb ich auch einige Stunden. Ich hatte Angst zu ersticken, weil in dem kleinen Raum im Auto der Sauerstoff knapp wurde, Auch das Licht ging aus und ich saß im Dunkeln. 
Dann wurde die Tür geöffnet und ich sah viele Menschen und Polizisten alle schrieen nd es war sehr laut ! Nun wusste ich dass die Menschen für mich gekommen waren und ich war dankbar, dass sie mir helfen wollten. Ich werde immer den Menschen dankbar sein die vor der Schubhaft Hernalser Gürtel versuchten zu verhindern, dass ich weggebracht wurde.
Ich bin zu Boden gestürzt und auf die rechte Schulter gefallen sofort verspürte ich Schmerzen ebenso in meinem Fuß weil jemand ich konnte nicht sehen wer ihn fest gehalten hat. Ich habe geschrieen  vor Schmerzen und Angst : you break my leg!“ (Ich habe der Ärztin am nächsten Tag in der Schubhaft meine Schmerzen gesagt, ihre  Antwort : „ das ist nichts!“ Sie hat mich nicht untersucht oder etwas gegen meine Schmerzen gegeben!)
Ich wurde in einen anderen Polizei Van gestoßen und wartete dort weiter bis ich in die Rossauerlände gebracht wurde.
Dort musste ich meine Kleidung abgeben und war in Unterhose in einem Einzelraum eingesperrt. Ich machte Lärm weil mir immer kälter wurde und endlich kam ein Polizist ! Ich sagte ihm, dass  mir kalt sei, daraufhin stellte er die Heizung an und es wurde mir zu heiß, wieder hatte ich Atemprobleme wegen der Hitze in dem Raum. Ich rief wieder und sagte es ist zu heiß. Darauf sagte der Polizist. „Du wolltest es heiß!“ Ich wusste er war böse auf mich!
Ich wurde zur Vernehmung gebracht sah nur Polizisten und einen Mann der sagte, dass er von der Caritas ist. Ich wusste schon von anderen die ihn gesehen hatten dass er vom Verein Menschenrechte Österreich ist und oft  bei Vernehmungen dabei ist. Ich wusste er ist nicht „mein Bruder“! Ich sagte dass ich meinen Rechtsberater und jemanden der nigerianischen Botschaft sehen will. Die Polizisten sagten: „du bist hier bei uns und wir bestimmen wen du sehen kannst.“ Ich fragte ob ich telefonieren kann: „ das darfst du auch nicht!“ war die Antwort. Auch „mein Bruder“ vom Verein der Menschenrechte hat mir nicht geholfen.
Am Montag Mittag sah ich meinen Rechtsberater und konnte noch mit ihm sprechen. Am Dienstag es war glaube ich  Nachmittag kamen Polizisten die sehr kräftig waren in meine Einzelzelle und haben gesagt:“Mitkommen wir fahren zum Flughafen!“ Ich wusste Widerstand hatte keinen Sinn und ging mit ihnen mit auf meinem Weg zur Abschiebung nach Nigeria!

Cletus im Polizei Bus
 „ Pic pro.at- Franz Perc“

 

   

schmetterling

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Konto Nummer 287 166 030 00
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1% der Weltweiten Flüchtlinge in Europa !

Ein halbes Jahrhundert ist vergangen seit Österreich für viele Flüchtlinge zur neuen Heimat geworden ist. Alle  haben dazu beigetragen um Österreich wieder aufzubauen und sind ÖsterreicherInnen geworden. Sie waren willkommen und haben sich in die Gesellschaft eingelebt mühelos die Sprache gelernt weil sie als Menschen akzeptiert wurden und aufgrund ihrer Fähigkeiten und Talenten auch als wertvolle Bereicherung gesehen wurden. Sie haben uns ihre Kultur gebracht und so ist eine gemeinsame österreichische Kultur entstanden.

Das bliebe auch für einen längeren Zeitraum so jedoch dann wurde das Bild des Flüchtlings ein Anderes. Flüchtlinge sind nicht erwünscht und sollen wieder dort zurückkehren wo sie hergekommen sind. Ihre Individualität wird nicht mehr wahrgenommen ihr Recht auf Aufnahme in die Gesellschaft wird ihnen aberkannt. Sie können beitragen zum allgemeinen Wohlbefinden der Menschen uns ihre Kultur bringen und die Wirtschaft florieren lassen. Sie haben Kontakte mit Menschen, die keine Berührungsängste kennen und nicht verstehen können warum sie ausgegrenzt werden ! Dennoch gibt es die allgemeine Meinung und das Negativ Bild des Flüchtlings. Viele sprechen davon und begründen das durch wissenschaftliche Studien, dass wir in einem Nomadenzeitalter leben und Europa immer weniger BewohnerInnen hat. In anderen Kontinenten ist das Gegenteil der Fall:
Zu viele Menschen, deshalb Kriege, lebensbedrohende Konflikte, wenig Chancen auf Bildung und Arbeit !
Also gehen die Menschen weg und flüchten auf gefährlichen Wegen und viele kommen nicht lebend in Europa an, es sind eben 1 % !

In Österreich wurde in den 70 er Jahren jedem die Chancen gegeben auf Bildung und Arbeit, Menschen wurden von anderen Ländern eingeladen nach Österreich zu kommen. Heute kommen sie von selbst aber sind nicht willkommen. Obwohl sie beitragen wollen, Bildungschancen annehmen wollen und ihre Begabungen, ihr Wissen und ihre Bereitwilligkeit unter Beweis stellen wollen zu den hier lebenden Menschen zu gehören. Sie wollen die Umgangssprache erlernen sich ebenso wie alle Anderen unterhalten und zur Arbeit gehen, für sich selbst sorgen und beweisen, dass sie jahrelang hier lebend schon dazugehören und hier ihre Heimat gefunden haben.

Schweden hat als einziges Land in Europa erkannt, dass die Zukunft darin liegt allen Menschen die im Land leben zunächst einmal Chancen zu geben. Ihn en bei freiem Aufenthalt die Möglichkeit zu geben etwas sinnvolles zu tun wie Schulbildung. Berufliche Ausbildung oder jenen die dafür befähigt sind auch die Berufstätigkeit zu ermöglichen. So bedarf es keinen speziellen Integrationsförderungs Maßnahmen. Integration passiert von selbst, weil die Bevölkerung eine homogene Gesellschaft ist. Schweden startet ein Pilotprojekt in Europa!

 Andere Länder behandeln die Flüchtlinge wie Tiere, überlassen sie sich selbst. In der Türkei werden sie beschossen, in Griechenland wieder ins Meer getrieben, die Leichen werden dann an Land geschwemmt.

Wir haben uns mit Flüchtlingen zusammengesetzt und ein Konzept in Rohform, welches aber möglich und ausbaufähig ist erarbeitet:
Für einen gewissen Zeitraum sozusagen als substititär Schutzberechtigte erhalten alle die weiße Karte mit Vermerk für ein Jahr, jene die bereit sind sich aktiv an ihrem Hiersein zu beteiligen. Ihre angebotenen Chancen anzunehmen wie zunächst Grund Deutschkenntnisse, dann Weiterbildung wie z.B. zum Facharbeiter oder auch eine berufsbildende Ausbildung sowie schulische Weiterbildung. Jene die befähigt erhalten Zugang zum Arbeitsmarkt und sorgen für sich selbst leben in einer eigenen Wohnung- Sie sind allen gleichgestellt die mit Arbeitsvisum arbeiten, sind sozialversichert und zahlen ihre Steuern.
Jene die aufgrund mangelnder Kenntnisse nicht für sich selbst sorgen können werden in Wohneinheiten mit Betreuung aufgenommen und entsprechend vorbeireitet für ein selbstständiges Leben.

So kann das Leben hier für viele erträglich werden, es werden die nötigen psychiatrischen Behandlungen minimiert werden. Österreich könnte ein Beispiel geben wie wir Fremden und Asylrecht handhaben durch positive Haltung und vor allem durch die Botschaft, welche darin begründet ist, dass wir ein Land sind welches Menschen als Individuum respektiert und sie menschenwürdig behandelt.

Anbei eine kleine Auswahl persönlicher Stellungnahmen und Vorstellungen  von Flüchtlingen, weil die im Dunkeln sieht man nicht !

Ute Bock
Flüchtlingsprojekt Ute Bock

Ursula Omoregie
Verein Schmetterling – Lebenshilfe für Flüchtlinge

Pater Patrick Kofi Kodom
Fair & Sensibel

Angelo Kreuzberger
Youth for Human Rights



SO KÖNNTE ES SEIN :

Unterbringung in Quartieren falls nicht bei Freunden oder Partnern möglich !

IDENTITÄTSAUSWEIS / MELDEZETTEL
KRANKENVERSICHERUNG
GRUNDVERSORGUNG solange im Bundesgebiet aufhältig
l.t. Artikel 3 der Europäischen Menschenrechtskonvention

Jeder hat Anspruch auf drei Monate Deutschkurs und Information bezüglich
Behörden, Strukturen und gesellschaftliche Normen
Sowie das Land Österreich

Darnach 6 Monate je nach individuellen Fähigkeiten Berufs und schulische Ausbildung (außerordentlicher Schüler) unter der Leitung von Betreuern und Sozialarbeitern
Einbindung von Vereinen und Institutionen denen die Betroffenen angehören auch Patenschaften einbeziehen
Legale Beschäftigungs/Arbeitserlaubnis !

In dieser Zeit ist jeder/jede geschützt vor Schubhaft und Abschiebung Zeitraum für ein Jahr !

Ist nach einem Jahr  keine Perspektive auf Existenz Gründung und Fußfassung in Österreich  zu bemerken, ermöglichen der FREIWILLIGEN Ausreise nach Beratung durch Mitarbeiter von Vereinen die Flüchtlinge betreuen.

WIE IST ES JETZT:
 Sobald Asylverfahren beendet Verlust von Wohnmöglichkeit und Essensgeld, somit mittellos!
Abnahme  des Identitätsnachweises, somit ohne Ausweis und so auch kein Meldezettel möglich.
Folge bei Kontrolle in Schubhaftnahme
Kein Zugang zu legaler Erwerbstätigkeit somit illegale Erwerbstätigkeit wieder mit Gefahr bei Kontrolle in Schubhaft

Verlust von sozialer Umgebung, Trennung von Partnern (Ehepartner) und Kindern bei Schubhaft/Abschiebung

Keine Anerkennung der Bereitschaft sich hier in die Gesellschaft einzufügen durch Kurse und bereits begonnener schulischer Ausbildung.
Keine Krankenversicherung und medizinische Betreuung oder Supervision somit psychische und physische teilweise Gesundheits gefährdend mit Folgeschäden (Hungerstreik oder auch kein Geld für Essen )
Keine Rücksichtnahme auf nachfolgende Verfolgung bei Rückführung ins Heimatland
Hohe Kosten bei Abschiebungen
Verlust der Identität und Aberkennung der Individualität und Fähigkeiten
Keine objektiven Asylentscheidungen (auch der gelungene Fluchtweg wäre schon ein Asylgrund)

MENSCHENRECHTE:
Recht auf soziale Sicherheit
Recht auf Bildung
Recht auf faires Verfahren (laut VGH sind Asylverfahren ausgeschlossen)
Recht auf Privat und Familienleben

Folgen der Abschiebung können menschenrechtlich bedenklich sein !

NACHRUF ZUR ABSCHIEBUNG
am 21. Jänner 2010

Bei dieser Massenabschiebung mussten das erste Mal auch  Mitglieder von Verein Schmetterling das Land verlassen:

IBETO Sunday, IDAHOSA George und AGBO Jude!
SUNDAY war seit Beginn 2006 von Verein Schmetterling aktiv bei unserem Verein als Fussballer war insgesamt drei mal in Schubhaft. Dieses Mal war er seit 25.11.09 im PAZ Rossauerlände. Leider hatte die Rechtsberatung keinen Erfolg, sein  Akt war für die Fremdenpolizei bereits abgeschlossen. Trotzdem war der nachfolgende Rechtsberater bis zum Abflug bemüht seine Abschiebung zu verhindern.
Er begann vor zwei Wochen einen Hungerstreik obwohl er aufgrund der Schubhaft bereits körperlich geschwächt war, er hat pro Tag einen Kilo seines Körpergewichtes verloren. Am Tag seiner Abschiebung betrug sein Blutzucker Wert 48 und er hatte 14 Kg abgenommen !
Bei meinem letzten Besuch am Samstag den 16.01. war er am Morgen des selben Tages kollabiert sein Blutdruck betrug 218/128 was bedeutet dass er Schlaganfall gefährdet war. Kein Arzt hat sich darum gekümmert. Er selbst war bereits kaum in der Lage mir zuzuhören und sichtlich abgemagert.
GEORGE hat während seines Aufenthalts in Österreich verschiedenste Ausbildungen absolviert wie einen Universitäts Deutschkurs und eine Ausbildung an der Kunstakademie. Er war unser Video Mann und hat unsere Veranstaltungen bildlich festgehalten. Während er seit September 2009 im PAZ Rossauerlände in Schubhaft war ist aufgrund der Isolation eine psychiatrische Erkrankung ausgebrochen es wurde eine schwere Psychose diagnostiziert und er wurde vom Verein Dialog ärztlich betreut und medikamentös behandelt. Seine Rechtsvertetung hat ihn bis zuletzt davor bewahren können aufgrund einer Haftbeschwerde bei vorher durchgeführten  Massenabschiebungen welche von Frontex europaweit organisiert werden abgeschoben zu werden bis zum 21.1. !
JUDE hat in Wr. Neustadt mit seiner Freundin gelebt die Hochzeit war geplant er war zwei Wochen in Schubhaft und in Hungerstreik. Sein Blutzuckerwert am Tag der Abschiebung betrug 37 sein Körpergewicht 49 Kilo !
Alle diese Werte sind bereits im normalen Krankeitssystem schwerst Gesundheits gefährdend und werden in stationärer Behandlung in einem Krankenheus intensivst behandelt. Aber dieses Recht auf Gesundheit steht Menschen die in der Schubhaft sind nicht zu!
Es war auch dem Rechtsvertreter nicht mehr möglich am Tag der Abschiebung seine Klienten zu sehen, das wurde ihm verwehrt weil sie schon in der „Sicherheitszelle“ auf den Abflug warten mussten. Es dürfte das Ergebnis der ärztlichen Untersuchung ergeben haben, dass alle flugtauglich waren, weil sie den Airbus um 21:00 bestiegen haben in Richtung zu einer Stadt  in Europa, Von dort ging es dann weiter Richtung Lagos/Nigeria !
Um 21:10 erhielt ich den Anruf eines Rechtsvertreters, der bis dahin im PAZ Rossauerlände anwesend war: „wie haben verloren, alle mussten den Airbus besteigen!“
Es stellen sich für mich einige Fragen:
Warum hassen wir die Menschen so, die schon jahrelang hier leben?
Jedoch keine Chance auf Aufenthalt bekommen sondern als Asylantragsteller die einzige Endlösung für sie ist in Schubhaft zu kommen und dann abgeschoben zu werden per Flug nach Nigeria !
Was denken sich die Menschen in Nigeria welche die Abgeschobenen in Empfang nehmen, wenn sie kranke Menschen sehen?
 So bringen wir die Menschen zurück in ihr Land!
Wie betreut der Verein der MENSCHENRECHTE Österreich die Menschen in der Schubhaft?
Ich höre von denen, die ich besuche dass sie zunächst glauben die Vertreter des Vereines stehen für sie als  Verteidiger ihrer Menschenrechte. Aber schon bald erkennen sie, dass das Ziel der Besuche ist, dass sie keine Probleme machen  und freiwillig unterschreiben sollen ihrer Abschiebung zuzustimmen.
Verein Menschenrechte Österreichs begleitet  auch die Abgeschobenen auf ihrer Rückkehr während des Fluges und berichtet dann über eine Rückführung ohne Komplikationen!
Wer macht sich Gedanken wie es mit den Zurückgebrachten weitergeht?
Ein Zeitzeuge hat in einem Interview im Falter 2008 bereits berichtet, dass Abgeschobene ins Gefängnis abgeführt werden  und dann nur gegen Kaution freikommen. In Gefängnissen in Nigeria ist man hilflos allem was jemand angetan werden kann ausgeliefert ! Trotzdem steht in den Negativ Bescheiden, dass Nigeria ein demokratisches Land ist und die Menschenrechte beachtet werden!
Sind Asylwerber oder Menschen ohne legalen Aufenthalt keine Menschen sondern nur eine Akte eine Zahl?
Die Bürokratie hält sich eisern an gesetzliche Vorgaben! Es wird immer weniger Rücksicht genommen auf die Biographie des Einzelnen ! Zurückbleiben nach einer Abschiebung verzweifelte PartnerInnen, Freunde und Bekannte die einen Menschen der zu ihrem Leben gehört hat verloren haben!
Ich spreche für die Abgeschobenen und für alle die sich bemüht haben und bemühen werden Menschen vor der Abschiebung zu retten, und für alle die davon persönlich betroffen sind wie die Hinterbliebenen Freunde, Bekannte, Kinder und PartnerInnen!
Die nächste Abschiebung ist am 01.02.2009 geplant !!!!!!

Im Falle von Rückfragen bitte mich per email zu kontaktieren……..
Ursula Omoregie
Obfrau
Ursula.omoregie@chello.at

BLEIBERECHT

Ein Jahr Bleiberecht ! Was ist daraus geworden ?

Ein Jahr ist vergangen der 10. Oktober 2008 wurde zum Bleiberechts Forderungstag erklärt.
Es hat ein Sesselmeer vor dem Bundeskanzleramt gegeben.
Viele haben mich gefragt ob sie jetzt eine Chance auf legalen Aufenthalt haben werden?
Ich war vorsichtig und habe wenig Hoffnung gemacht, meine Skepsis hat sich bewahrheitet.
Weil Bleiberecht gibt es nicht für alle, die es verdienen, die Vergabekriterien sind lediglich
von den Beamten der MA 35 in Wien zu erfragen, aber bekannt sind sie nicht!
Es wurden seit der Möglichkeit der Antragseinbringung 1056 an der Zahl eingebracht und 56
positiv entschieden. Diese 1000 deren Antrag negativ entschieden wurde sind wahrscheinlich
nicht mehr im Bundesgebiet aufhältig. Weil von den Beamtinnen bei der Einbringung des Antrages
ein Reispass verlangt wird sonst wird der Antrag nicht angenommen, wird der Antrag dann
negativ entschieden ist eine Abschiebung die Folge.

Ein Beispiel welches in den Medien gezeigt wurde:
Peter Paul seit acht Jahren in Leogang wohnhaft, auch er hat den Antrag auf Bleiberecht gestellt.
Die Folge für ihn trotz Interventionen durch Bürgermeister, Landeshauptfrau und seinen Mitmenschen
war die Abschiebung am 4.Juni im Zuge einer Massenabschiebung! Der ORF hat darüber berichtet
aber verhindern konnte seine unfreiwillige Ausreise nicht werden.

Verein Schmetterling plant und organisiert eine offene Diskussion zum Thema Bleiberecht,
bei welcher zu Wort kommen sollen:
Ute Bock, Josef Böck
Rechtsberatung und Rechtsvertreter und Betroffene
Einleitung und Moderation: Ursula Omoregie

Dazu eingeladen und informiert werden JournalistInnen
Beiträge von Youth for Humanrights

Datum: 9. Oktober 2009
Beginn : 19.00 Uhr
Ort: SkyDome des Wiener Hilfswerk
1070, Schottenfeldgasse 29